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Quellenbauplan

Geschichte

Die Quellen des Wohlstands.


Vermutlich wird im Raum Bad Reichenhall schon in der Bronzezeit (2000 - 1000 v. Chr.) Salz gewonnen. Darauf läßt ein bronzezeitliches Randleistenbeil schließen, das im Bereich der Solequellen gefunden wurde.
 

Erstmals schriftlich erwähnt werden die Reichenhaller Sudpfannen im 7. Jahrhundert. Der Bayernherzog Theodor II. schenkt im Jahr 696 Bischof Rupertus von Salzburg 20 „Pfannstädel" und ein Drittel der Quellschüttungen. Dies ist der Auftakt zu unzähligen Querelen um Besitzansprüche, Schürfrechte und Zölle für das Weiße Gold. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts weisen zahlreiche Urkunden kirchliche und weltliche Herren als Besitzer der Bad Reichenhaller Salzsudpfannen aus.

 

Entwicklung der Salzindustrie

Von 1483 bis 1532 erwerben Herzog Georg der Reiche und Herzog Albrecht IV. sämtliche in der Hand der bürgerlichen Siedeherren befindlichen Sudstätten und lassen die technischen Anlagen grundlegend erneuern.
 

Bis zum 17. Jahrhundert steigt die Salzproduktion auf  370.000 Zentner pro Jahr an. Zum Sieden müssen dazu enorme Mengen an Brennholz aus immer größerer Entfernung herangeschafft werden. Kurfürst Karl Theodor nimmt sich erfolgreich dieses Problems an. Zwischen 1782 und 1798 strafft er den gesamten Produktionsprozess. Die Produktion steigt, während Energieeinsatz und Brennholzbedarf sinken.

 

Die alte Soleleitung - ein technisches Meisterwerk

1816 erhält der königlich bayerische Salinenrat Georg von Reichenbach von König Max I. und seinem Minister, dem Grafen Montgelas, den Auftrag zum Bau der Soleleitung von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall. Ihm gelingt eine technische Meisterleistung: der Bau der Soleleitung und die Konstruktion der berühmten Reichenbachpumpe, eine Wassersäulenhebemaschine zur Überwindung der Höhendifferenzen. Die historischen Anlagen sind heute in der Alten Saline und im Salzbergwerk Berchtesgaden und auf dem Wanderweg entlang der Alten Soleleitung von Berchtesgaden nach Ramsau zu bewundern.

 

Die neue "Alte Saline"

1834 vernichtet ein verheerender Stadtbrand den Großteil der salinarischen Anlagen. Unter König Ludwig I. wird die Saline neu errichtet. Der prachtvolle Industriebau, das Hauptbrunnhaus der Alten Saline, beherbergt heute den Quellenbau und das Salzmuseum. Die Salzproduktion ist längst in die moderne Saline Bad Reichenhall umgezogen.
 

Bis heute sprudeln hier im weitverzweigten Stollensystem unter Tage die Solequellen. Über Tage drehen sich seit 1834 ununterbrochen die gigantischen Wasserräder.